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Was ist eine Rote Liste?
Rote Listen sind ein wichtiges Instrument des Artenschutzes. Die karch hat im Auftrag des BUWAL (www.buwal.ch) eine neue Rote Liste erarbeitet, welche vom BUWAL im Oktober 2005 als offizielle Rote Liste nach Artikel 14 Absatz 3 der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz vom 16. Januar 1991 publiziert wurde. www.admin.ch/ch/d/sr/c451_1.html
IUCN Kriterien
Für die Ausgabe 2005 der Roten Liste der Amphibien kamen die Kriterien und Gefährdungskategorien der Weltnaturschutzorganisation IUCN zur Anwendung. Die IUCN hat objektive, für alle Artengruppen verwendbare Kriterien und Gefährdungskategorien vorgeschlagen.
Nach den Kriterien der IUCN gehören nur Arten auf die Rote Liste, die entweder ein kleines Verbreitungsgebiet haben oder die in den letzten 10 Jahren einen massiven Bestandeseinbruch erlitten haben. Ein Beispiel: Um in die höchste Gefährdungsklasse «CR» zu gelangen, muss der Bestandeseinbruch mindestens -80% betragen. Es spielt nach den Kriterien der IUCN keine Rolle, ob eine Art bereits früher massive Bestandeseinbrüche erlitten hat, wie in der Schweiz etwa der Laubfrosch in den 1960er und 1970er Jahren.
Wenn es eine Art also nach den Kriterien der IUCN auf die Rote Liste gesetzt wird, so hat sie den grösstmöglichen Schutz dringend nötig und verdient.
Link zur IUCN/World Conservation Union:
www.iucn.org
Link zu den Rote Liste-Kriterien und Kategorien der IUCN:
www.redlist.org/info/categories_criteria.html
Link zum Global Amphibian Assessment:
www.globalamphibians.org
Vergleichbarkeit mit der früheren Roten Liste
Auf der Roten Liste von 1994 waren 95% unserer Amphibienarten aufgeführt. Auf der neuen Roten Liste von 2005 sind es nur noch 70%. Darf man daraus folgern, dass es den Amphibien heute in der Schweiz besser geht als vor 10 Jahren? Nein, aus verschiedenen Gründen ist ein direkter Vergleich nicht zulässig.
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Die Kriterien der IUCN sind ganz anders als die früher verwendeten Kriterien, welche auf Expertenmeinung basierten. Ein Beispiel: Der Alpensalamander wurde wegen seiner Seltenheit im Nordtessin bisher als gefährdet eingestuft. Nach den Kriterien der IUCN reichen regionale Gründe nicht mehr aus, um auf die Rote Liste zu gelangen. Dies bedeutet aber nicht, dass es dem Alpensalamander heute besser geht als früher.
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Zwei bisher als ausgestorben taxierte Arten wurden neu als «data deficient» eingestuft. |
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