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Die Reptilienmonitoring-Projekte der karch
Zwischen 1997 und 2004 hat die karch eine Reihe von sogenannten Monitoringprojekten initiiert, welche Reptilienpopulationen von nationaler Bedeutung überwachen sollen. Diese Projekte werden von den jeweiligen Kantonen finanziert und vom Bund subventioniert. Es handelt sich bislang vorab um Pilotversuche, welche jeweils fünf Jahre laufen und vor allem auch dem Testen von verschiedenen Methoden dienen, welche für solche Untersuchungen in Frage kommen. Die karch hofft, mit den erhaltenen Resultaten und den gemachten Erfahrungen ab 2005 in der Lage zu sein, weitere Projekte lancieren zu können, die erlauben, die Entwicklung der wichtigsten Reptilienpopulationen in verschiedenen Regionen der Schweiz langfristig zu verfolgen.
Die Reptilienmonitoring-Projekte haben abhängig von der Zielart und der Region zwei unterschiedliche Ziele:
1. Abschätzung von Populationsgrössen und von langfristigen Bestandesveränderungen. Die gewählte Methode beinhaltet vier Stichproben jährlich, basierend auf einem standardisierten Parcour im Gebiet, der jeweils an einem Halbtag begangen wird. Die Populationsgrössenschätzung lässt sich dank der Fang-Markierung-Wiederfang-Methode bewerkstelligen. Die Markierung erfolgt bei Schlangen mittels eines kleines Chips in der Grösse eines Reiskorns, der subkutan implantiert wird, oder mittels natürlichen individuellen Erkennungsmerkmalen wie Zeichnungsmuster oder Beschuppung. In einigen Fällen werden Bleche ausgelegt, die als Versteck dienen und so das Auffinden der Tiere erleichtert.
2. Erforschung einer Zielart, die in einer bestimmten Region hochgradig gefährdet oder deren Biologie schlecht bekannt ist, damit umgehend und gezielt Schutzmassnahmen definiert werden können. Auch hier beträgt der Zeitaufwand vier Halbtage pro Jahr.
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Unauffällige, heimlich lebende Schlangen wie die Schlingnatter lassen sich mit Hilfe von ausgelegten Blechen oder Dachpappestücken, die den Tieren als Versteckplätze dienen, wesentlich einfacher aufspüren. Hier ein Beispiel aus dem Kanton Freiburg, wo Bleche entlang einer Eisenbahnböschung ausgelegt wurden. Diese Methode wird erfolgreich auch bei der Ringelnatter in Graubünden und bei der Zorn- und Äskulapnatter im Tessin angewendet.
Das Monitoring der Vipernatter- und Würfelnatterpopulationen am Genfersee verfolgt mehrere Ziele :
1. Populationsgrössenschätzung beider Arten
2. Abschätzung der Bestandeszunahme (oder abnahme) der Würfelnatter, die am Genfersee nicht heimisch ist und in den 1920er-Jahren ausgesetzt wurde
3. Mitarbeit bei der Pflege der Bahnböschungen, die den Landlebensraum beider Arten darstellen
Die Erforschung von regional sehr seltenen Arten erlaubt es, ihre lokale Verbreitung zu präzisieren und gegebenenfalls Massnahmen zu ergreifen, um die Populationen zu schützen oder zu stärken. Solche Massnahmen beinhalten beispielsweise gezielte Verbesserungen im Lebensraum, wie dieser neu angelegte Steinhaufen in einer Strassen- und Eisenbahnböschung. Die Kontrolle, ob solche Massnahmen auch Wirkung zeigen, ist ebenfalls Teil der Monitoringprojekte.
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