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Meldungen
Alle Meldungen von Amphibien- und Reptilienbeobachtungen mit einer
gesicherten Artbestimmung sind bei der karch willkommen.
Diese Daten sollen dazu beitragen, die genaue Verbreitung einer Art
kennenzulernen und kartografisch darzustellen. Sie liefern aber auch
die Grundlagen, um Bestandsveränderungen abzuschätzen.
Es ist deshalb von grosser Wichtigkeit zu wissen, ob eine Art an
einem bestimmten Standort aktuell noch vorkommt oder bereits
verschwunden ist. Auch Angaben zu weit verbreiteten Arten an bereits
bekannten Stellen sind deshalb von Interesse, beispielsweise
Beobachtungen von Blindschleichen (Anguis fragilis), Feuer- und
Alpensalamander (Salamandra salamandra und Salamandra atra).
Beobachtungsmeldungen werden bevorzugt schriftlich (Brief, Mail,
Meldekarten) entgegengenommen. Folgende Informationen pro
Meldung sind minimal erforderlich:
Tierart, Fundort (möglichst genau), Funddatum, Name des Finders/
der Finderin.
Im weiteren sind gewünscht:
Koordinaten, Höhe ü.M., Anzahl beobachteter Individuen, Art der
Beobachtung (Larven, Eier, Adulte, Paar), Gemeinde/n.
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KARCH Datenbank
Umfang der karch-Datenbank
Die Datenbank umfasst aktuell rund 48'000 Einzelbeobachtungen
von Amphibien und 43'000 von Reptilien. Zusätzlich verwaltenwir
Eintragungen zu rund 11'000 Amphibien-Objekten und 12'000
Reptilien-Objekte. Welche Angaben bei den Reptilien resp. Amphibien
aufgenommen werden, finden sie in den jeweiligen Objektblättern.
Herkunft der Daten
Seit der Gründung der karch bereiteten wir alle zur Verfügung
stehenden Daten sukzessive auf. Datenquellen sind
* lokale und kantonale Inventare und Inventarwiederholungen
* Meldungen von Naturkennern und Herpetologen
* Daten, welche im Rahmen von Umweltberichten und andern
landschaftsplanerischen und -gestalterischen Aktivitäten von
Ökobüros erhoben werden
* Daten der Regionalen karch-Verantwortlichen.
Amphibien
Der Grundstock der Daten lieferte der Verbreitungsatlas von Kurt
Grossenbacher (Grossenbacher K., 1988: «Verbreitungsatlas der
Amphibien der Schweiz», Dokumenta faunistica helvetiae 7, CSCF
und Pro Natura). Die Daten stammen von über 300 Mitarbeiter/innen,
welche im Rahmen von regionalen und kantonalen Inventaren die
Feldaufnahmen durchführten. Die einzelnen Kantone sind zeitlich verschoben untersucht worden (1971-1986), ebenfalls unterscheiden
sich die einzelnen Regionen hinsichtlich der Bearbeitungsqualität
beträchtlich.
Reptilien
Einen wesentlichen Anteil an der Datenbank haben die
Fundmeldungen aus der Bevölkerung. Im Rahmen von kantonalen
Inventar-Projekten sind viele Kantone von Fachleuten nach Reptilien
abgesucht worden (1985-2000). Die resultierenden Daten sind in
unsere Datenbank eingespiesen worden. Alle Angaben wurden 2001
ausgewertet und im Buch «Die Reptilien der Schweiz - Verbreitung /
Lebensräume / Schutz» (Ueli Hofer, 2001, Birkhäuser Verlag)
veröffentlicht. Die Datengrundlage bei den Reptilien weist von Region
zu Region sehr unterschiedliche Qualitäten auf, allerdings sind die
Rohdaten im Allgemeinen jünger als diejenigen der Amphibien.
Datenschutz
Das Urheberrecht der Meldungen liegt bei der Beobachterin / beim
Beobachter. Die karch behält sich allerdings vor, die Daten unter
Anwendung der Deontologie weiterzugeben, es sei denn, der/die
MelderIn hat die gelieferten Daten sperren lassen. Solche
Fundmeldungen werden von der karch nur für wissenschaftliche
Auswertungen verwendet und nicht ohne Rückfrage weitergegeben.
Sie erscheinen auch nicht auf dem Kartenserver.
Für genauere Informationen siehe:
Deontologie_2010_d.pdf
Datenverwaltung
Physisch befindet sich die Datenbank beim CSCF (Centre Suisse de
la Cartographie de la Faune) in Neuenburg. Alle Daten werden aber
von der KARCH verwaltet, d.h. sachlich geprüft und eingeben.
Datenqualität und Datenprüfung
Jeder Datensatz wird vor der Eingabe in die Datenbank von einer
Fachperson auf seine Plausibilität geprüft oder nur eingegeben, wenn
ein Beleg vorhanden ist (Foto, Häutung, Belegsexemplar). Zweifelhafte Daten werden vor der Eingabe im Feld von Spezialisten bestätigt.
Datengenauigkeit
Die Koordinaten neuerer Daten weisen im Allgemeinen eine
Genauigkeit von 10 m auf. Als Grundlage dienen die Landeskarten
des Schweizerischen Bundesamt für Landestopographie 1: 25'000
oder das GPS (Global Positioning System).
Bei älteren Daten und aus der Literatur aufgearbeiteten Funden kann
eine Ungenauigkeit von bis zu 1 km bestehen.
Verbreitungskarten
Die Karten stellen alle gesammelten Meldungen kumuliert dar.
Das Bild entspricht somit der natürlichen Verbreitung der Arten.
Viele der aufgeführten Vorkommen sind heute sicher oder mit grosser
Wahrscheinlichkeit erloschen. Fundpunkte von nicht autochthonen
Populationen sind speziell bezeichnet (gelb). Fundmeldungen von
eingeschleppten Einzeltieren oder von Populationen, welche auf
ausgesetzte Individuen zurückzuführen sind und weniger als 10 Jahre
bestehen, werden nicht dargestellt.
Erstellungsdatum der Karten auf der karch Homepage: November
2002.
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