Fermer
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Zugstellen und Amphibienzäune

Ansprechpartner für Amphibienzugstellen:

  • Vermittlung neuer HelferInnen an temporären Fangzäunen: bitte melden Sie sich jeweils direkt bei den ZugstellenbetreuerInnen. Zugstellen in Ihrer Umgebung mit den entsprechenden Kontaktdaten entnehmen Sie der Datenbank Amphibienzugstellen in der Schweiz

 

Praktische Hinweise für das Errichten temporärer Amphibienzäune ("Krötenzaun", "Froschzaun"):

Organisation von Helfergruppen:

Beginnen Sie damit rechtzeitig. Je nach Witterung und Höhenlage der Zugstelle sollten die Zäune Mitte bis Ende Februar errichtet
werden. Informieren Sie vor Beginn einer Aktion die Gemeinde und die Landbesitzer.

Helfergruppe:

Es ist vorteilhaft, wenn die Helfer/Helferinnen aus der unmittelbaren Umgebung stammen, damit sie bei lokal günstigen Wetterbedingungen kurzfristig reagieren können. Freiwillige finden sich meistens in lokalen Amphibien-, Natur- oder Vogelschutzvereinen. Zum Teil können auch Lehrkräfte mit Schul-klassen für solche Aktionen gewonnen werden (nur geeignet bei übersichtlichen Strassen und älteren Schülern/Schülerinnen).

Montage der Fangzäune:

Holen Sie zuerst bei der Gemeinde und den Landbesitzern eine Einwilligung ein. Sorgfältig aufgestellte Zäune erleichtern die Arbeit in den kommenden Nächten. Allenfalls können kleine Handpflugmaschinen oder Fräsen für Beton-beläge (Gemeinde / Landwirtschaftliche Genossenschaften / Baugeschäfte) beim Errichten der Zäune hilfreich eingesetzt werden. In einigen Gemeinden werden die Zäune nach Absprache von den zuständigen Stellen für den Strassenunterhalt (Wegmeister, Gemein-demitarbeiter) aufgestellt.

Finanzierung der Zäune:

Das Material (z.B. Bauplastik, Armierungseisen als Halterung, Farbkübel) wird oft von ansässigen Unternehmen, Landwirtschaftlichen Genossenschaften, Gemeinden, regionalen Naturschutzvereinen, Schulen oder Privatpersonen gespendet. Im Handel erhältliche Zaunsysteme werden in der Regel von der Gemeinde, Tierschutz-, und Naturschutzvereinen z. T. gemeinsam getragen.

Fangstatistik:

Für künftige Planungen ist es sinnvoll, die über die Strasse getragenen Tiere zu zählen. Hierfür können bei der karch vorgefertigte Protokollblätter für die geretteten Amphibien bezogen werden (s. rechts unter Downloads). Teilen Sie uns bitte Ihre Fangzahlen und den Ort der Zugstelle mit.

Alle der karch bereits bekannten Zugstellen sind auf Amphibienzugstellen in der Schweiz aufgeführt. Als ZugstellenbetreuerIn haben Sie die Möglichkeit, Ihre Daten direkt über diese Seite einzugeben. Sie benötigen hierfür ein Login, welches Sie über info.fauna@unine.ch anfordern können.

Nach wie vor können Sie uns Ihre Daten aber auch per Email oder per Post schicken und wir lesen Ihre Daten gerne ein.

Optimierungen auf Strassenabschnitten mit Amphibienwanderung

Die Amphibienzäune werden meist während der Laichwanderung im Frühjahr aufgestellt. Die zurückwandernden Adulten, die Jungtiere sowie die Adulten auf der Herbstwanderung werden somit nicht geschützt. Die negativen Auswirkungen des Strassenverkehrs können nicht verhindert werden, aber es können die kleinen, zusätzlichen Hindernisse minimiert und damit die Chance erhöht werden, dass die Tiere zügig die andere Strassenseite erreichen. 

Schächte

Auf ihren Wanderungen verenden viele Amphibien in Strassenschächten, insbesondere wenn ein nicht überwindbares Trottoir direkt zu einem Strassenrost mit grossen Abständen (> 20 mm) führt. In erster Linie sollen diese Gefahren mit baulichen Massnahmen entschärft werden: wo immer möglich eine Entwässerung über die Schulter wählen, ansonsten die Strassenabschlüsse abschrägen, Schachtdeckel mit schmaler Schlitzbreite (< 20 mm) wählen und Abstand zum Randstein (> 10 cm) einhalten (gemäss VSS-Norm SN40699 Anhang).

Wenn keine dieser baulichen Massnahmen realisiert werden können, sollen alle Strassenschächte auf dem Wanderabschnitt mit Ausstiegshilfen ausgestattet werden. Diese ermöglicht es den Amphibien, den Schacht selbstständig wieder zu verlassen. Diese Massnahme ist unserer Meinung nach auch dann empfehlenswert, wenn Schachtdeckel mit schmaler Schlitzbreite und ein Abstand zwischen Schacht und Randstein eingehalten werden, da vereinzelt auch hier noch Jungtiere hineinfallen können. 

 

Unüberwindbare Randsteine

Randsteine von Trottoirs oder Stellplatten können von Jungtieren nicht überwunden werden. Die Bordsteinkante soll deshalb auf der gesamten Wanderstrecke abgeschrägt und glatte Stellplatten sollen mit Mörtel leicht angeböscht werden (siehe auch VSS-Norm SN40699 Anhang).

Not macht erfinderisch: da die baulichen Massnahmen (Anböschung mit Mörtel) zur Überwindung der Stellplatte nicht rechzeitig umgesetzt werden konnten, wurden kurzerhand getrocknete Grasbüschel am Strassenrand angehäuft und die zuständige Strassenputzequippe informiert. Dank dieser Grasbüschel konnten mehrere hundert junge Erdkröten die Strasse verlassen und flink die Stellplatte überklettern. (Video: Karin Tschannen). 

 

Amphibienzugstellen in der Schweiz

Alle der karch bekannten Zugstellen von Amphibien sowie die Möglichkeit zur Eingabe der Wanderdaten: Amphibienzugstellen in der Schweiz
Karte Amphibienzugstellen in der Schweiz

Massnahmen für Amphibien an Verkehrswegen

Weitere Informationen zu:

  • temporären Massnahmen
  • permanenten Massnahmen
  • keine Massnahmen

passage à amphibien

 

 

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